Der Ziegenhainer Weihnachtsmarkt ist insofern etwas Besonderes, als er das Schwalm-Museum einschließt, in dem Aussteller für besonderes Kunshandwerk aus der Region sich räsentieren konnten. So konnte man gleichzeitig das Museum erforschen als auch fündig werden für kleine Weihnachtsgeschenke der besonderen Art: wie Schmuck aus und mit Holz, Seifen, Gestricktes, Bilder, Kulinarisches und noch vieles mehr von Künstlern aus der Region. Im Museums-Kaffee konnten wir uns dann im Warmen stärken, auch das Kellerlokal mit der besonderen Atmosphäre eines Weinkellers war gut besucht.
Zudem ist Ziegenhains Altstadt schon ein besonderes Kleinod mit den vielen gut restaurierten alten Fachwerkhäusern und der Wasserburgähnlichen Gesamtanlage, wie die alte Karte und das Modell unten zeigen.
Auf dem Exerzierplatz in Ziegenhain war dann der eigentliche Weihnachtsmarkt aufgebaut aber auch hier war z.B. ein besonders großes Zelt mit Bastelecken für Kinder integriert. Ansonsten ist die Atmosphäre direkt vor dem großen Gefängnis mit dem doppelten Stacheldraht und den vergitterten Fenstern schon etwas, das einen nachdenklich macht.
Mit TV- und Bürgerbus ging es bei herbstlich schönem Wetter nach Glauburg ins Museum. Eine ausgesprochen detailreiche und informative Führung zu den verschiedenen archeologischen Ausgrabungsstellen und Funden machte den Ausflug rund.
Wieder waren wir mit 2 Bussen und 18 Personen bei strahlendem Sonnenschein unterwegs zu einer ganz besonderen historischen Einrichtung, dem Schmerofen von Kirtorf.
Zunächst haben wir uns im Museum erläutern lassen, wozu und wie der Schmer-Schorsch früher diesen Ofen mit harzigem Fichtenholz betrieben hat und wie er funktionierte. Später konnten wir dann in einer kleinen Demonstration die Verbrennung von Harz unter Luftabschluss in einem Reagenzglas selbst erleben und das entweichende Gas brennen sehen sowie das Ergebnis riechen.
Das kleine historische Museum bietet aber noch viel mehr und ist in den letzten Jahren weiter ausgebaut worden.
Der Ort mit dem wieder restaurierten alten Schmerofen war dann noch ein Ziel. Er liegt wiklich idyllisch am Rand einer Kiefernschonung.
Als Abschluss gab es dann noch Deftiges im Schmeerofen, dem Restaurant, das sich aber mit 2 e schreibt.
Wieder ein gelungener, interessanter Ausflug und Neues erfahren.
Diese Fahrt hat uns zu Beginn einige graue Haare beschert. Erst kam kurz vor Start die Nachricht, dass der Bürgerbus nicht zur Verfügug steht, weil alle roten Lichter brennen und der Bauhof den Fehler nicht finden kann. So mussten wir auf 2 PKW und den TVB-Bus umplanen. Dann hatte einer der als Ersatz gedachten PKWs auch noch einen Platten, so dass noch eine Alternative gefragt war und dann war auch der Schlüssel zum TVB-Bus nicht im Safe. Jetzt konnte uns eigentlich nichts mehr passieren, mehr Pannen geht nicht!!!
So starteten wir mit etwas Verspätung mit TVB-Bus und 2 PKW und kamen doch noch rechtzeitig zu unserer Führung im Steinbruch Michelnau an. Auch das Wetter spielte mit und die Führung war ausgesprochen informativ und interessant, zunächst mit einem Film über Vulkanismus und die spezielle Steinart in Michelnau und dann konnten wir sogar die alten Ungetüme von Maschinen noch in Aktion sehen. Mit viel Liebe und Engagement werden die hier ehrenamtlich in Schuß gehalten.
Auch für Künstler war der rote Stein interessant, vor allem war er frisch gebrochen leichter zu bearbeiten als der graue Basalt und wurde erst mit der Zeit hart.
Zum Abschluss ging es dann noch in die Käsescheune in Hungen, auch eine empfehlenswerte Rastmöglichkeit, mit diversen Käsegerichten und einer langen Käsetheke. Auch Vorführungen, wie man Käse herstellt kann man zu bestimmten Zeiten sehen. Uns hat's jedenfalls sehr gut geschmeckt und auch das kleine Museum im 1. Stock ist sehenswert: Entstehung und Pflege von Magerwiesen in der Umgebung.
Vorsorglich hatten wir alle einen Schirm eingepackt. Doch Petrus hatte ein Einsehen: es blieb warm, sonnig und trocken bis wir am Samstag nach Hause kamen - dann ging das Unwetter nieder und wie!
Aber vorher genossen wir nach der Begrüßung durch einen witzigen Cown den weitäufigen Park am Richthof, die mächtigen blühenden Rhododendren und Azaleen unter den ausladenden alten Bäumen, bestaunten die wunderbaren Holzarbeiten wie z.B. die aus riesigen Baumscheiben gefertigten Tischplatten und die verschiedensten Vogelkästen. Aber auch die Webwaren und die Töpferei zeigten die künstlerisch und handwerklich tolle Leistung der Bewohner in ihren Werkstätten.
Im Park selbst verteilt waren unterschiedliche Stände mit Filzwaren, Schmuck, Skulpturen und kuliarischen Angeboten zu finden.
Und in der Gärtnerei mit der Fülle vorgezogener Gemüse-Pflänzchen und getopfter Blumen konnte dann die ein oder andere nicht widerstehen. So dass am Samstag und Sonntag noch Pflanzen als Nachlese angesagt war.
Es hat Spaß gemacht, auch wenn für den ein oder anderen die vielen Gruppen Beeinträchtigter aus den Werkstätten und anderen sozialen Einrichtungen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig waren.
Vielen Dank an die Ideengeber, die Organisation und auch an die beiden Fahrer unserer Busse.
Diesmal waren wir mit 2 Kleinbussen unterwegs zu dem wohl größten Märzenbecherareal in Hessen, kurz vor Homburg/Ohm: das Naturschutzgebiet Igelsrain bei Wäldershausen, ein alter Buchenwald mit vielen Quellen, ideal für Märzenbecher, denn sie lieben es feucht.
Schon die Fahrt durch den noch winterlich anmutenden Vogelsberg und dann entlang der Ohm bietet herrliche Ausblicke. Kurz vor Homberg Ohm, geht es dann links ab in eine Privatstraße, vorbei an einem großen, gut restaurierten Fachwerkgehöft aus dem 18. Jahrhundert. Nach dem Parkplatz fand zunächst eine alte private Grabstätte mit schmiedeeisernen Kreuzen aus dem 18. Jahrhundert unser Interesse, vielleicht zu dem Gehöft gehörend.
Dann gings bergauf, eine ziemlich steiler Anstieg! Aber man wird beohnt! Und es war wirklich beeindruckend.
Wir hatten schon befürchtet zu spät dran zu sein, denn die Märzenbecher blühten bereits 2 Wochen. Aber es waren immer noch unendlich viele in diesem sumpfigen, naturbelassenen Waldstück, richtig idyllisch. Sogar eine Bank gibt es, von der aus man die üppige Blumenlandschaft genießen kann. Sie reichte allerdings nicht für 17 Personen ;)
Der Rundweg danach weiter durch das Naturschutzgebiet und entlang der alten Ohmtaleisenbahnstrecke war dann entspannend. Die Natur hat sich die alte Bahntrasse schon ziemlich zurückerobert. Erkennbar sind aber noch die steinernen Untertunnelungen für das Wasser aus diesem intensiven Quellgebiet.
Im Cafè der alten Pletschmühle Bad Homberg ließen wir uns dann noch den Kuchen schmecken. Wieder ein schöner Ausflug und vielleicht nochmal ein Ziel fürs nächste Jahr.
In bequemen Liegestühlen ließ sich der Himmel in seinen verschiedenen Varianten prima beobachten. Ein sehr ausführlicher und anschaulicher Vortrag über die Sternenkonstellationen an unserem Winterhimmel aktuell und danach Bilder und Entstehung von Nordlichtern.
Ausgesprochen informativ!
Davor war natürlich erst mal ein Plausch im Kaffee angesagt, ein ausgesprochen nettes noch dazu mit kleinem Antiquariat-Museum im 1. Stock und leckeren Kuchen. Insgesamt wieder ein rundum toller Ausflug!
